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Rhythmische Sportgymnastik (RSG) ist eine Turnsportart und – laut Antonio Samaranch (ehemaliger IOC-Präsident) die „weiblichste Sportart der Welt“. Mit den Handgeräten Seil, Reifen, Ball, Keulen und Band zaubern die Gymnastinnen wahre Kunstwerke auf die Gymnastikmatte. Die harmonische Verbindung zwischen Bewegungen – wie Sprünge, Stände, Pirouetten, Beweglichkeits- und Tanzelemente mit den jeweiligen Geräten – und Musik charakterisieren diese ästhetische Sportart.

 

Rhythmische Sportgymnastik ist in Europa eine reine Frauensportart. Vereinzelte Männerwettkämpfe gibt es seit einigen Jahren in Japan und den USA. Entstanden ist die RSG aus der Wettkampfgymnastik. 1948 fanden erste Wettkämpfen auf russischem Boden statt. Seit der ersten Weltmeisterschaft 1963 in Budapest (Ungarn) finden diese nun regelmäßig alle zwei Jahre statt. Erfolgreichste deutsche Gymnastin bei Weltmeisterschaften war Carmen Rischer. Sie gewann 1975 in Madrid drei Gold- und zwei Silbermedaillen. 1977 folgte eine weitere Silbermedaille. Mit ihren Leistungen löste Carmen Rischer einen wahren RSG-Boom in Deutschland aus. In ihre Fußstapfen trat Regina Weber. Die Gymnastin konnte bei den Olympischen Spielen in Los Angeles (USA), wo erstmals die RSG (Mehrkampf) im olympischen Programm vertreten war, die bisher einzige Olympiamedaille (Bronze) gewinnen. Seit den Olympischen Spielen in Atlanta (USA) 1996 gehört der Gruppenwettkampf als olympische Disziplin dazu.